[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"norm-gii-marimedv-anlage-4":3},{"law":4,"norm_id":13,"norm_key":14,"slug":15,"title":16,"chapter":17,"content":18,"enriched_content":19,"hierarchy":20,"neighbors_before":22,"neighbors_after":35,"citing_decisions":40,"is_thin":41},{"abbreviation":5,"title":6,"source_type":7,"jurisdiction":8,"document_kind":9,"language":8,"attribution":10,"version_date":11,"source_url":12},"marimedv","Verordnung über maritime medizinische Anforderungen auf Kauffahrteischiffen","gii","de","regulation","Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG","2014-08-14","https:\u002F\u002Fwww.gesetze-im-internet.de\u002Fmarimedv\u002Fxml.zip",1252737,"Anlage 4","anlage-4","(zu § 16 Absatz 1 Nummer 1 und § 18 Absatz 1)","Übergangs- und Schlussvorschriften","(Fundstelle: BGBl.\nI 2014, 1422 - 1429)\nInhalte\tTheorie (T) oder Praxis (P)\tGroßer Lehrgang nach § 15 Absatz 1 (40 Unterrichtsstunden)\tKleiner Lehrgang nach § 15 Absatz 2 (16 Unterrichtsstunden)\nBeurteilung der Gefährdungssituation\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier erkennt präventiv und in Notfallsituationen Gefahren für Leib und Leben, trifft Vorkehrungen und beachtet sie in jeder Phase, um Risiken für sich und den Verletzten\u002FErkrankten zu minimieren.\nEigen-\u002FFremdgefährdung\tT\tX\tX\nVorkehrungen bei:\nInfektionskrankheiten\tT\tX\nGefährlichen Atmosphären (z.\nB.\nCO, CO2)\tT\tX\tX\nSauerstoffmangel in umschlossenen Räumen (z.\nB.\nTank)\tT\tX\tX\nChemikalien- und anderen Gefahrgutunfällen\tT\tX\tX\nElektrounfällen\tT\tX\tX\nFeuer, Rauchentwicklung\tT\tX\tX\nPerson im Wasser\tT\tX\tX\nRettung\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier führt die Vorbereitung auf die Rettung und die Rettung selbst unter möglichst geringer Belastung des Patienten und unter Berücksichtigung des Eigenschutzes entsprechend anerkannter Verfahren durch.\nRetten aus dem akuten Gefahrenbereich\tP\tX\tX\nRetten aus Luken, Niedergängen\tT\tX\tX\nRetten aus dem Wasser\tT\tX\tX\nRettung mit dem Hubschrauber\tT\tX\tX\nSofortmaßnahmen bei Unfällen und Krankheiten\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier erkennt Notfälle und leitet sicher und unverzüglich Maßnahmen bei Verletzungen und Erkrankungen, deren Behandlung keinen Zeitverzug erlauben, entsprechend der anerkannten medizinischen Praxis ein.\nIm folgenden Abschnitt sind jeweils die erforderlichen anatomischen und physiologischen Grundkenntnisse sowie die Symptome der Verletzungen und Erkrankungen zu vermitteln.\nÜberprüfung, Wiederherstellung und Erhalt lebenswichtiger Funktionen\nBewusstsein\nBewusstseinsstadien\tT\tX\tX\nBewusstseinsprüfung\tT\tX\tX\nStabile Seitenlage\tP\tX\tX\nKreislaufstillstand\nHerz-Lungen-Wiederbelebung mit und ohne Hilfsmittel in Ein- und Zweihelfermethode\tP\tX\tX\nEinsatz eines Halbautomatischen Defibrillators (AED)\tP\tX\nStörung der Atemtätigkeit\nMaßnahmen bei Verlegung der Atemwege\nManuelle oder mechanische (Kopftieflage, Heimlich- Manöver) Entfernung eines Fremdkörpers\tP\tX\tX\nEinsatz des Gerätes zur Absaugung\tP\tX\tX\nFreihalten der Atemwege\nDarstellung des Gebrauches der in der Schiffsapotheke enthaltenen Hilfsmittel\tP\tX\tX\nBeatmung\nÜbung im Gebrauch der in der Schiffsapotheke enthaltenen Hilfsmittel\tP\tX\tX\nSauerstoffgabe\tP\tX\tX\nLagerung bei Atemstörungen\nÜberstreckung des Kopfes bei Beatmung\tP\tX\tX\nHalbsitzende Position\u002Fatemerleichternde Sitzhaltung\tP\tX\tX\nÄußere\u002FInnere Blutung\nSterile Auflage, Hochlagerung\tP\tX\tX\nDruckverband\tP\tX\tX\nAbdruckpunkte der Schlagadern\tP\tX\tX\nAbbinden\tT\tX\tX\nSchockbehandlung\tT\tX\tX\nSchocklagerung\tP\tX\tX\nKreislaufüberwachung, Schockindex\tT\tX\nAugenverletzungen (Fremdkörper\u002FVerätzung)\nAugenspülung\tT\tX\tX\nFremdkörperentfernung (Ektropionieren)\tT\tX\nEinbringen von Augensalbe\u002FAugentropfen\tT\tX\tX\nAugenverband\tP\tX\tX\nVerbrennungen\u002FVerbrühungen\u002FStromverletzungen\u002FErfrierungen\nGrad-Einteilung in Bezug auf Tiefe und Ausdehnung\tT\tX\tX\nBestimmung der betroffenen Fläche (Faustregel, dass die Handfläche einschließlich der Finger des Patienten ca. 1 % der Körperoberfläche beträgt)\tP\tX\nEinschätzung der Schwere der thermischen Verletzung\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nUnterkühlung\nGrad-Einteilung in Bezug auf Tiefe und Ausdehnung\tT\tX\tX\nBesonderheiten im Rahmen der Wiederbelebung\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nVerätzungen\nSäuren- und Laugenverätzung\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nFunkärztliche Beratung\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier beherrscht das Verfahren für das Einholen funkärztlicher Beratung entsprechend allgemein anerkannter Vorgehensweisen und Empfehlungen.\nEr führt die für die Beratung erforderlichen klinischen Untersuchungen vollständig durch und übermittelt sie.\nErreichbarkeit\tT\tX\tX\nErheben der erforderlichen Befunde\tT\tX\tX\nÜbermittlung der notwendigen Informationen\tT\tX\tX\nFormular\tT\tX\tX\nUmlagerung und Transport\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier führt die Vorbereitung auf den Transport und den Transport selbst unter möglichst geringer Belastung des Patienten und unter Berücksichtigung des Eigenschutzes entsprechend anerkannter Verfahren durch.\nUmlagerung auf die Krankentrage\tP\tX\nImmobilisation von Wirbelkörperverletzungen mit der Vakuummatratze\tP\tX\nImmobilisation der Halswirbelsäule\tP\tX\nTransport mit der Krankentrage\tP\tX\nUntersuchungstechniken\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier stellt Krankheitszeichen durch Befragung und Untersuchung des Patienten fest.\nEr erkennt die Bedeutung der Untersuchungsbefunde und von Veränderungen des Zustandes des Patienten sofort und kann sie werten.\nErheben der Vorgeschichte\tT\tX\tX\nKörperliche Untersuchung\n„Body Check“\tP\tX\tX\nÜberprüfung der peripheren Durchblutung, Sensibilität und Motorik\tP\tX\tX\nFühlen des Pulses\tP\tX\tX\nMessen des Blutdrucks\tP\tX\nMessung der Körpertemperatur\tT\tX\nHerzrhythmusüberwachung mittels Halbautomatischem Defibrillator (AED)\tP\tX\nUrinuntersuchung\tP\tX\nBeurteilung von Ausscheidungen\tT\tX\nSpezielle Erkrankungen\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier behandelt die Verletzung oder Erkrankung angemessen.\nDie Behandlung entspricht der allgemein anerkannten medizinischen Praxis sowie der von der BG Verkehr (seeärztlicher Dienst) herausgegebenen medizinischen Anleitung (§ 107 Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 des Seearbeitsgesetzes) und dem Leitfaden für medizinische Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Gefahrgutunfällen auf Seeschiffen: „MFAG – Medical First Aid Guide“.\nUnterscheidung zwischen leichteren Gesundheitsstörungen und ernstzunehmenden Notfällen.\nIm folgenden Abschnitt sind jeweils die erforderlichen anatomischen und physiologischen Grundkenntnisse sowie die Symptome der Verletzungen und Erkrankungen zu vermitteln.\nKopfverletzungen\nGehirnerschütterung\tT\tX\tX\nFrakturen (Schädel\u002FOber-\u002FUnterkiefer)\tT\tX\tX\nHirnblutungen\tT\tX\tX\nLagerung bei Schädel-\u002FHirnverletzungen\tT\tX\tX\nKrampfanfall\tT\tX\tX\nÜberwachung\tT\tX\tX\nBlutungen aus Kopfplatzwunde, Ohr, Nase, Zunge, Zahnfach (Zahnverlust)\tT\tX\tX\nFremdkörper in Ohr und Nase\tT\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nWirbelsäulenverletzungen\nQuerschnittsymptomatik\tT\tX\tX\nÜberprüfung der peripheren Durchblutung, Sensibilität und Motorik\tP\tX\tX\nHarnblasenlähmung\tT\tX\nEinlegen eines Harnblasenkatheters\tP\tX\nRuhigstellung bei Halswirbelsäulenverletzungen\tP\tX\nUmlagerung, Transport\tP\tX\nLagerung bei Wirbelsäulenverletzungen\tP\tX\tX\nÜberwachung\tT\tX\nBehandlung\tT\tX\nKnochenbrüche (Frakturen)\nOffene\u002Fgeschlossene Frakturen\tT\tX\tX\nSichere\u002Funsichere Frakturzeichen\tT\tX\tX\nFrakturlokalisationen\nRippen- und Rippenserienfraktur mit paradoxer Atmung\tT\tX\nSchulter-\u002FSchlüsselbeinfraktur\tT\tX\nOber-\u002FUnterarmfraktur\tT\tX\nHandgelenks- und Handfraktur\tT\tX\nFingerfraktur\tT\tX\nBeckenfraktur\tT\tX\nBlasenpunktion\tT\tX\nOber-\u002FUnterschenkelfraktur\tT\tX\nSprunggelenks- und Fußfraktur\tT\tX\nZehenfraktur\tT\tX\nKomplikationen\nStörung der peripheren Durchblutung, Sensibilität und Motorik\tT\tX\nBlutverlust (innere\u002Fäußere Blutung)\tT\tX\nKompartementsyndrom\tT\tX\nSpannungs-\u002FPneumothorax\tT\tX\nBehandlung von Knochenbrüchen\nEinrichten von Knochenbrüchen\tT\tX\nRuhigstellung durch Schienung\tP\tX\tX\nRuhigstellung mittels Vakuummatratze\tP\tX\nThorax-Entlastungspunktion\tT\tX\nUmlagerung, Transport\tP\tX\tX\nLagerung, Hochlagerung, Kühlen\tP\tX\tX\nÜberwachung\tT\tX\tX\nVerrenkungen\nLokalisation\nSchulterluxationen\tT\tX\nFingerluxationen\tT\tX\nBehandlung\nSchmerzbehandlung\tT\tX\nEinrichten von Verrenkungen\tT\tX\nRuhigstellung\tP\tX\tX\nMuskelverletzungen, Verstauchungen und Zerrungen\nVerletzungsarten\tT\tX\tX\nBehandlung\nRuhigstellung\tP\tX\nLagerung\tP\tX\nWundversorgung, kleine chirurgische Eingriffe\nWundarten\tT\tX\tX\nSteriles Arbeiten\tP\tX\tX\nWundreinigung und Desinfektion\tP\tX\tX\nÖrtliche Betäubung\tP\tX\nVerschiedene Arten des Wundverschlusses\tP\tX\nBelassen und Fixierung von Fremdkörpern\tP\tX\tX\nEntfernung kleiner Fremdkörper\tT\tX\tX\nKomplikationen der Wundheilung, Behandlung\nWundinfektion (Lymphangitis)\tT\tX\nAuseinanderklaffen von Wundrändern\tT\tX\nAbszessspaltung\tT\tX\nImpfungen\nImpfstoffe an Bord\tT\tX\nIndikation\tT\tX\nDurchführung der Impfung und Dokumentation\tT\tX\nHerz-\u002FKreislauferkrankungen\nAkutes Koronarsyndrom und Herzinfarkt\nHypertensive Krise\tT\tX\tX\nHerzrhythmusstörungen\tT\tX\tX\nArterieller Verschluss\tT\tX\tX\nThrombose\tT\tX\tX\nBehandlungsgrundsätze\nNeurologischer Notfall\nSchlaganfall\nErkennen\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\nBehandlung akuter Baucherkrankungen\nGastroenteritis\tT\tX\nBauchverletzung (stumpf, perforierend)\tT\tX\nBlutung aus dem Magen-\u002FDarmtrakt\tT\tX\nBauchfellreizung\u002F-entzündung\tT\tX\nUrsache und Behandlung von Kolikschmerzen\tT\tX\nDarmverschluss\tT\tX\nBehandlungsgrundsätze\tT\tX\tX\nLagerung\tP\tX\tX\nHarnwege\nHarnwegsinfekt\u002FBehandlung\tT\tX\nHarnverhalt\u002FBehandlung\tT\tX\nPsychiatrische Notfälle\nPsychiatrische Erkrankungen\tT\tX\nSuizidalität\tT\tX\nAlkohol- und Drogenmissbrauch\tT\tX\tX\nErkennen von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmissbrauch\tT\tX\tX\nInfektionskrankheiten\nTropen-, Infektions-, Geschlechtskrankheiten\tT\tX\nKrankheitsübertragung\tT\tX\nHygienisches Verhalten (Isolation, Desinfektion)\tT\tX\nPrävention (Malariaprophylaxe, Impfungen, Verhalten in Häfen mit Infektionsgefahr, Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen, Entlausung, Rattenbekämpfung, Schädlingsbekämpfung)\tT\tX\nNationale und internationale Vorschriften\tT\tX\nZusammenarbeit mit den Hafenärztlichen Diensten\tT\tX\nVergiftungen, Unfälle mit Gefahrgut\nMedikamenten-, Lebensmittel-, Alkoholvergiftungen, Vergiftungen mit chemischen Stoffen und Kampfstoffen\tT\tX\tX\nGefahrgutunfälle: Systematik des Leitfadens für medizinische Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Gefahrgutunfällen auf Seeschiffen: „MFAG – Medical First Aid Guide“\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\nBehandlung von Zahnkrankheiten\nInspektion der Mundhöhle\tP\tX\nErkennen und Beurteilen akuter Zahnerkrankungen\tT\tX\nVerschluss eines Zahndefektes\tT\tX\nSpalten eines Zahnwurzelabszesses\tT\tX\nGynäkologie, Schwangerschaft, Entbindung\tT\tX\nTod an Bord\nFeststellung des Todes\u002Fsichere und unsichere Todeszeichen\tT\tX\nSeetestament\tT\tX\nAufbewahrung und Transport von Toten\tT\tX\nDokumentation von Todesfällen\tT\tX\tX\nWeitere Behandlungsmaßnahmen\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier behandelt die Verletzung oder Erkrankung angemessen.\nDie Behandlung entspricht der allgemein anerkannten medizinischen Praxis.\nSchmerzbehandlung\nRuhigstellung\tP\tX\tX\nKühlen\tP\tX\tX\nMedikamente\tT\tX\tX\nAnlegen von Infusionen\tP\tX\nÜbung verschiedener für die Medikamentenabgabe aus der Schiffsapotheke erforderlicher Injektionstechniken\tP\tX\tX\nVerbandmaterial, Anlegen von Verbänden (Material aus der Schiffsapotheke)\tP\tX\tX\nGrundprinzipien der Krankenpflege\tT\tX\nSchiffsapotheke\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier kennt den systematischen Aufbau der Schiffsapotheke.\nDosierung und Verabreichung von Arzneimitteln erfolgen nach den Herstellerempfehlungen und den Anweisungen des funkärztlichen Beratungsdienstes.\nSystematik der Schiffsapotheke\nAufbau des Apothekenschranks\tT\tX\nPackordnung und Nummerierung der Medikamente, Hilfsmittel und Medizinprodukte\tT\tX\tX\nBetäubungsmittel\tT\tX\nAufbewahrung\tT\tX\nFühren des Betäubungsmittelbuches\tT\tX\nKühl zu lagernde Arzneimittel\tT\tX\nAbgabe und Dokumentation der Abgabe von Medikamenten\tT\tX\tX\nMedizinische Anleitung\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier soll in die Lage versetzt werden, durch Kenntnis des Inhaltes, Aufbaus und der Gliederung der von der BG Verkehr (seeärztlicher Dienst) herausgegebenen medizinischen Anleitung (§ 107 Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 des Seearbeitsgesetzes), Gesundheitsgefahren abzuwenden sowie Verletzungen und Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln.\nSystematik der medizinischen Anleitung\tT\tX\tX\nFormulare\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier kennt die an Bord für die medizinische Versorgung vorgesehenen Formulare und deren Inhalt.\nEr ist in der Lage, sie entsprechend den Anforderungen auszufüllen.\nAn Bord vorhandene Formulare\tT\tX\tX\nFühren von Aufzeichnungen\tT\tX\tX\nRechtsvorschriften\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier kennt die seiner Befugnis zur Behandlung von Besatzungsmitgliedern zugrunde liegenden Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen.\nSTCW-Übereinkommen\tT\tX\nAbschnitt A VI\u002F4, Absätze 4 bis 6, Tabelle A-VI\u002F4-2\tT\tX\nSeearbeitsübereinkommen (MLC), Regel 4.1\tT\tX\nMaritime-Medizin-Verordnung\tT\tX\tX\nDie Lehrinhalte verschiedener Abschnitte können zusammengefasst werden (z.\nB.\nRuhigstellung bei Frakturen, Luxationen, Muskelverletzungen, Verstauchungen und Zerrungen).\nPraktischer Unterricht beinhaltet Übungen an Menschen, Modellen oder Lehrmaterial einschließlich dem Vermitteln der hierfür erforderlichen theoretischen Kenntnisse.","MARIMEDV - Übergangs- und Schlussvorschriften - Anlage 4 (zu § 16 Absatz 1 Nummer 1 und § 18 Absatz 1) [1\u002F3]\n\n(Fundstelle: BGBl.\nI 2014, 1422 - 1429)\nInhalte\tTheorie (T) oder Praxis (P)\tGroßer Lehrgang nach § 15 Absatz 1 (40 Unterrichtsstunden)\tKleiner Lehrgang nach § 15 Absatz 2 (16 Unterrichtsstunden)\nBeurteilung der Gefährdungssituation\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier erkennt präventiv und in Notfallsituationen Gefahren für Leib und Leben, trifft Vorkehrungen und beachtet sie in jeder Phase, um Risiken für sich und den Verletzten\u002FErkrankten zu minimieren.\nEigen-\u002FFremdgefährdung\tT\tX\tX\nVorkehrungen bei:\nInfektionskrankheiten\tT\tX\nGefährlichen Atmosphären (z.\nB.\nCO, CO2)\tT\tX\tX\nSauerstoffmangel in umschlossenen Räumen (z.\nB.\nTank)\tT\tX\tX\nChemikalien- und anderen Gefahrgutunfällen\tT\tX\tX\nElektrounfällen\tT\tX\tX\nFeuer, Rauchentwicklung\tT\tX\tX\nPerson im Wasser\tT\tX\tX\nRettung\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier führt die Vorbereitung auf die Rettung und die Rettung selbst unter möglichst geringer Belastung des Patienten und unter Berücksichtigung des Eigenschutzes entsprechend anerkannter Verfahren durch.\nRetten aus dem akuten Gefahrenbereich\tP\tX\tX\nRetten aus Luken, Niedergängen\tT\tX\tX\nRetten aus dem Wasser\tT\tX\tX\nRettung mit dem Hubschrauber\tT\tX\tX\nSofortmaßnahmen bei Unfällen und Krankheiten\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier erkennt Notfälle und leitet sicher und unverzüglich Maßnahmen bei Verletzungen und Erkrankungen, deren Behandlung keinen Zeitverzug erlauben, entsprechend der anerkannten medizinischen Praxis ein.\nIm folgenden Abschnitt sind jeweils die erforderlichen anatomischen und physiologischen Grundkenntnisse sowie die Symptome der Verletzungen und Erkrankungen zu vermitteln.\nÜberprüfung, Wiederherstellung und Erhalt lebenswichtiger Funktionen\nBewusstsein\nBewusstseinsstadien\tT\tX\tX\nBewusstseinsprüfung\tT\tX\tX\nStabile Seitenlage\tP\tX\tX\nKreislaufstillstand\nHerz-Lungen-Wiederbelebung mit und ohne Hilfsmittel in Ein- und Zweihelfermethode\tP\tX\tX\nEinsatz eines Halbautomatischen Defibrillators (AED)\tP\tX\nStörung der Atemtätigkeit\nMaßnahmen bei Verlegung der Atemwege\nManuelle oder mechanische (Kopftieflage, Heimlich- Manöver) Entfernung eines Fremdkörpers\tP\tX\tX\nEinsatz des Gerätes zur Absaugung\tP\tX\tX\nFreihalten der Atemwege\nDarstellung des Gebrauches der in der Schiffsapotheke enthaltenen Hilfsmittel\tP\tX\tX\nBeatmung\nÜbung im Gebrauch der in der Schiffsapotheke enthaltenen Hilfsmittel\tP\tX\tX\nSauerstoffgabe\tP\tX\tX\nLagerung bei Atemstörungen\nÜberstreckung des Kopfes bei Beatmung\tP\tX\tX\nHalbsitzende Position\u002Fatemerleichternde Sitzhaltung\tP\tX\tX\nÄußere\u002FInnere Blutung\nSterile Auflage, Hochlagerung\tP\tX\tX\nDruckverband\tP\tX\tX\nAbdruckpunkte der Schlagadern\tP\tX\tX\nAbbinden\tT\tX\tX\nSchockbehandlung\tT\tX\tX\nSchocklagerung\tP\tX\tX\nKreislaufüberwachung, Schockindex\tT\tX\nAugenverletzungen (Fremdkörper\u002FVerätzung)\nAugenspülung\tT\tX\tX\nFremdkörperentfernung (Ektropionieren)\tT\tX\nEinbringen von Augensalbe\u002FAugentropfen\tT\tX\tX\nAugenverband\tP\tX\tX\nVerbrennungen\u002FVerbrühungen\u002FStromverletzungen\u002FErfrierungen\nGrad-Einteilung in Bezug auf Tiefe und Ausdehnung\tT\tX\tX\nBestimmung der betroffenen Fläche (Faustregel, dass die Handfläche einschließlich der Finger des Patienten ca. 1 % der Körperoberfläche beträgt)\tP\tX\nEinschätzung der Schwere der thermischen Verletzung\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nUnterkühlung\nGrad-Einteilung in Bezug auf Tiefe und Ausdehnung\tT\tX\tX\nBesonderheiten im Rahmen der Wiederbelebung\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nVerätzungen\nSäuren- und Laugenverätzung\tT\tX\tX\nBehandlung\tT\tX\tX\nFunkärztliche Beratung\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier beherrscht das Verfahren für das Einholen funkärztlicher Beratung entsprechend allgemein anerkannter Vorgehensweisen und Empfehlungen.\nEr führt die für die Beratung erforderlichen klinischen Untersuchungen vollständig durch und übermittelt sie.\nErreichbarkeit\tT\tX\tX\nErheben der erforderlichen Befunde\tT\tX\tX\nÜbermittlung der notwendigen Informationen\tT\tX\tX\nFormular\tT\tX\tX\nUmlagerung und Transport\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier führt die Vorbereitung auf den Transport und den Transport selbst unter möglichst geringer Belastung des Patienten und unter Berücksichtigung des Eigenschutzes entsprechend anerkannter Verfahren durch.\nUmlagerung auf die Krankentrage\tP\tX\nImmobilisation von Wirbelkörperverletzungen mit der Vakuummatratze\tP\tX\nImmobilisation der Halswirbelsäule\tP\tX\nTransport mit der Krankentrage\tP\tX\nUntersuchungstechniken\nLernziel: Der Kapitän\u002FOffizier stellt Krankheitszeichen durch Befragung und 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