§ 39c – Einbehaltung der Lohnsteuer ohne Lohnsteuerabzugsmerkmale
ESTG · Einkommensteuergesetz
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 13.06.2023 – 1 StR 126/23ECLI:DE:BGH:2023:130623B1STR126.23.0
- BGH, Beschl. v. 07.02.2023 – 2 StR 67/22ECLI:DE:BGH:2023:070223B2STR67.22.0
- BGH, Beschl. v. 23.08.2022 – 6 StR 122/22ECLI:DE:BGH:2022:230822B6STR122.22.0
- BGH, Beschl. v. 22.09.2021 – 1 StR 86/21ECLI:DE:BGH:2021:220921B1STR86.21.0
- BFH, Urt. v. 02.09.2021 – VI R 47/18ECLI:DE:BFH:2021:U.020921.VIR47.18.0
NV: Die Finanzbehörde übt ihr Auswahlermessen fehlerhaft aus, wenn sie ohne nähere Begründung nur den Arbeitgeber für die Lohnsteuer in Haftung nimmt, obwohl nach den im Streitfall gegebenen Umständen eine Haftung des Geschäftsführers i.S. der §§ 34, 35, 69 AO in Betracht kommt.
- BFH, Urt. v. 12.08.2015 – I R 63/14
NV: Auch wenn ein (unwirksamer) Veranlagungsantrag i.S. § 50 Abs. 5 Satz 2 Nr. 2 (i.V. mit § 46 Abs. 2 Nr. 8) EStG 2002 noch nicht förmlich beschieden war, löst er im Zusammenhang mit der Abgabe einer Steuererklärung im Rahmen einer Pflichtveranlagung keine Ablaufhemmung i.S. d. § 171 Abs. 3 AO aus .
- BSG, Urt. v. 17.12.2014 – B 12 KR 19/12 RECLI:DE:BSG:2014:171214UB12KR1912R0
- BSG, Urt. v. 09.11.2011 – B 12 R 18/09 RECLI:DE:BSG:2011:091111UB12R1809R0
1. Werden objektiv zentrale arbeitgeberbezogene Pflichten des Sozialversicherungsrechts (Zahlungs-, Melde-, Aufzeichnungs-, Nachweispflichten) verletzt, ist ein Beschäftigungsverhältnis "illegal" iS des § 14 Abs 2 Satz 2 SGB 4. 2. Die objektive Verletzung zentraler arbeitgeberbezogener Pflichten muss dem Arbeitgeber im Sinne eines mindestens bedingten Vorsatzes vorwerfbar sein, damit ein Nettoarbeitsentgelt als vereinbar gilt (§ 14 Abs 2 Satz 2 SGB 4).
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