§ 71 – Übergangsvorschrift
GKG · Gerichtskostengesetz
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 06.08.2024 – V ZR 166/23ECLI:DE:BGH:2024:060824BVZR166.23.0
- BGH, Beschl. v. 25.10.2023 – IX ZB 56/20ECLI:DE:BGH:2023:251023BIXZB56.20.0
- BGH, Beschl. v. 27.06.2023 – VII ZB 18/18ECLI:DE:BGH:2023:270623BVIIZB18.18.0
- BGH, Beschl. v. 26.01.2023 – V ZR 205/21ECLI:DE:BGH:2023:260123BVZR205.21.0
- BFH, Beschl. v. 09.03.2022 – IX E 3/21ECLI:DE:BFH:2022:B.090322.IXE3.21.0
1. NV: Richtet sich die Klage auf die Feststellung der Nichtigkeit eines Feststellungsbescheids, ist der Streitwert in derselben Höhe festzusetzen, wie der Streitwert einer Anfechtungsklage auf ersatzlose Aufhebung eines entsprechenden Verwaltungsakts. 2. NV: Wird die Aufhebung eines Bescheids über die gesonderte und einheitliche Einkünftefeststellung begehrt, gelten für die Bemessung des Streitwerts jedenfalls dann dieselben Grundsätze wie bei einem Streit über die festgestellten Einkünfte, wenn nicht die Voraussetzungen für eine gesonderte Feststellung dem Grunde nach streitig sind.
- BFH, Beschl. v. 16.02.2022 – X S 16/21, X S 17/21 (PKH), X S 20/21 (PKH), X S 16/21, X S 17/21 (PKH), X S 20/21 (PKH)ECLI:DE:BFH:2022:B.160222.XS16.21.0
NV: Für eine nach dem 31.12.2020 bei Gericht eingegangene --ohne Erfolg gebliebene-- Anhörungsrüge gemäß § 133a FGO beträgt die Festgebühr nach Maßgabe der zeitlichen Anwendungsregel in § 71 Abs. 1 Satz 1 GKG noch 60 € (und nicht bereits 66 €), wenn sich die Rüge auf eine gerichtliche Entscheidung bezieht, deren Verfahren vor dem 01.01.2021 und damit vor Inkrafttreten des Kostenrechtsänderungsgesetzes vom 21.12.2020 (BGBl I 2020, 3229) anhängig geworden ist. Dies hat seinen Grund darin, dass die Anhörungsrüge ein auf die Fortsetzung des ursprünglichen Verfahrens gerichteter Rechtsbehelf ist.
- BGH, Beschl. v. 28.01.2022 – V ZR 86/21ECLI:DE:BGH:2022:280122BVZR86.21.0
- BGH, Beschl. v. 27.01.2022 – V ZR 64/21ECLI:DE:BGH:2022:270122BVZR64.21.0
- BGH, Beschl. v. 09.12.2021 – V ZR 112/21ECLI:DE:BGH:2021:091221BVZR112.21.0
In einem Verfahren über ein Rechtsmittel, das in einem wohnungseigentums-rechtlichen Übergangsfall nach dem 30. November 2020 eingelegt worden ist und einen auf das gemeinschaftliche Eigentum bezogenen Unterlassungs- oder Beseitigungsanspruch betrifft, bestimmt sich der Streitwert gemäß § 71 Abs. 1 Satz 2 GKG nicht mehr nach § 49a GKG aF, sondern nach den Wertvorschriften der Zivilprozessordnung (Abgrenzung zu Senat, Beschluss vom 30. September 2021 - V ZR 258/20, WuM 2021, 701 Rn. 19).
- BGH, Beschl. v. 30.09.2021 – V ZR 258/20ECLI:DE:BGH:2021:300921BVZR258.20.0
Ist eine Beschlussanfechtungsklage vor dem 1. Dezember 2020 bei Gericht anhängig geworden, bemisst sich der Streitwert analog § 48 Abs. 5 WEG auch für nach diesem Zeitpunkt eingelegte Rechtsmittel nach § 49a GKG aF und nicht nach § 49 GKG. Die (allgemeine) Übergangsvorschrift des § 71 Abs. 1 Satz 2 GKG ist insoweit nicht anwendbar.
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