§ 35 – Anfechtung der Wahl

SGLEIG_2024 · Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz

(1)Ist gegen wesentliche Vorschriften des Wahlrechts oder gegen das Wahlverfahren verstoßen worden, kann die Wahl angefochten werden. Eine Anfechtung scheidet aus, wenn durch den Verstoß das Wahlergebnis nicht geändert oder beeinflusst werden konnte.
(2)Anfechtungsberechtigt sind 1.eine Gruppe von mindestens drei Wahlberechtigten und
2.die Leitung der Dienststelle.
(3)Die Anfechtung 1.muss beim zuständigen Truppendienstgericht erfolgen und
2.ist innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses möglich.
(4)Wird die Wahl im Bundesministerium der Verteidigung angefochten, hat die Anfechtung beim Bundesverwaltungsgericht zu erfolgen.
(5)Für das Verfahren gelten die Vorschriften der Wehrbeschwerdeordnung über das gerichtliche Antragsverfahren entsprechend.
(6)Die gewählte Kandidatin kann bestellt werden, auch wenn über die Anfechtung noch nicht entschieden worden ist.

Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung

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