§ 176c – Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern
STGB · Strafgesetzbuch
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 05.03.2026 – 1 StR 279/25ECLI:DE:BGH:2026:050326B1STR279.25.0
- BGH, Beschl. v. 14.01.2026 – 2 StR 169/25ECLI:DE:BGH:2026:140126B2STR169.25.0
- BGH, Beschl. v. 14.01.2026 – 2 StR 592/25ECLI:DE:BGH:2026:140126B2STR592.25.0
- BGH, Urt. v. 18.11.2025 – 5 StR 343/25ECLI:DE:BGH:2025:181125U5STR343.25.0
- BGH, Beschl. v. 28.10.2025 – 3 StR 418/25ECLI:DE:BGH:2025:281025B3STR418.25.0
- BGH, Beschl. v. 24.09.2025 – 4 StR 205/25ECLI:DE:BGH:2025:240925B4STR205.25.0
1. Der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern nach § 176a Abs. 2 Nr. 1 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a StGB) ist eine Qualifikation des § 176 Abs. 1 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176 Abs. 1 Nr. 1 StGB) und setzt damit wie dieser voraus, dass der Täter selbst das Kind körperlich berührt. Beide Tatbestände regeln eigenhändige Delikte und können danach weder in Mittäterschaft begangen noch nach § 30 Abs. 2 Var. 3 Alt. 1 StGB verabredet werden. 2. Die Möglichkeit einer Verabredung des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes kann auch nicht deshalb angenommen werden, weil § 176a Abs. 2 Nr. 2 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176c Abs. 1 Nr. 3 StGB) die gemeinschaftliche Begehung der Tat sanktioniert. Eine mittäterschaftliche Zurechnung gemäß § 25 Abs. 2 StGB ist auch hier nicht möglich, noch zur Erfüllung des Tatbestands überhaupt erforderlich.
- BGH, Beschl. v. 03.06.2025 – 5 StR 96/25ECLI:DE:BGH:2025:030625B5STR96.25.0
- BGH, Beschl. v. 21.05.2025 – 2 StR 493/24ECLI:DE:BGH:2025:210525B2STR493.24.0
- BGH, Beschl. v. 09.04.2025 – 2 StR 641/24ECLI:DE:BGH:2025:090425B2STR641.24.0
- BGH, Beschl. v. 20.03.2025 – 6 StR 480/24ECLI:DE:BGH:2025:200325B6STR480.24.0
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