§ 1066 – Entsprechende Anwendung der Vorschriften des Buches 10

ZPO · Zivilprozessordnung

Für Schiedsgerichte, die in gesetzlich statthafter Weise durch letztwillige oder andere nicht auf Vereinbarung beruhende Verfügungen angeordnet werden, gelten die Vorschriften dieses Buches entsprechend.

Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung

Zitierende Gerichtsentscheidungen

  • BGH, Beschl. v. 14.01.2025 – II ZR 131/23ECLI:DE:BGH:2025:140125BIIZR131.23.0
  • BGH, Beschl. v. 22.10.2024 – II ZR 131/23ECLI:DE:BGH:2024:221024BIIZR131.23.0
  • BGH, Beschl. v. 08.11.2018 – I ZB 21/18ECLI:DE:BGH:2018:081118BIZB21.18.0

    1. Es ist zulässig, wenn sich ein Kläger im Hinblick auf eine Schiedsvereinbarung zunächst an ein Schiedsgericht wendet, jedoch vor dessen Konstituierung wegen an der Zuständigkeit des Schiedsgerichts bestehender Zweifel das staatliche Gericht mit dem Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit oder Unzulässigkeit des schiedsrichterlichen Verfahrens gemäß § 1032 Abs. 2 ZPO anruft. 2. Eine in einem Testament angeordnete Schiedsklausel ist unwirksam, soweit ein Testamentsvollstrecker als Einzelschiedsrichter auch über Streitigkeiten zwischen den Erben und dem Testamentsvollstrecker entscheiden soll.

  • BGH, Beschl. v. 17.05.2017 – IV ZB 25/16ECLI:DE:BGH:2017:170517BIVZB25.16.0

    Streitigkeiten über die Entlassung eines Testamentsvollstreckers können in einer letztwilligen Verfügung nicht einseitig durch den Erblasser unter Ausschluss der staatlichen Gerichtsbarkeit einem Schiedsgericht zugewiesen werden.

  • BGH, Beschl. v. 16.03.2017 – I ZB 50/16ECLI:DE:BGH:2017:160317BIZB50.16.0

    Der Streit über einen Pflichtteilsanspruch kann durch letztwillige Verfügung nicht der Entscheidung durch ein Schiedsgericht unterworfen werden.

  • BGH, Beschl. v. 16.03.2017 – I ZB 49/16ECLI:DE:BGH:2017:160317BIZB49.16.0

    Ein Verstoß gegen Treu und Glauben wegen widersprüchlichen Verhaltens kann gegeben sein, wenn sich eine Partei im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung des Schiedsspruchs auf das Fehlen der Schiedsfähigkeit des Streitgegenstands beruft, nachdem sie in einem Parallelprozess einer anderen Partei vor den ordentlichen Gerichten die Schiedseinrede erhoben und damit erreicht hat, dass die Klage zurückgenommen wurde.

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