§ 136 – Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen
BAUGB · Baugesetzbuch
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BVerwG, Urt. v. 25.03.2025 – 4 C 1.24ECLI:DE:BVerwG:2025:250325U4C1.24.0
1. Ob ein bestimmtes Gebiet sanierungsbedürftig ist und ob seine Sanierung aus der maßgeblichen Sicht der Gemeinde erforderlich ist, lässt sich abschließend nur unter Berücksichtigung des - seinerseits auf einer Abwägung beruhenden - Sanierungskonzepts und aller übrigen öffentlichen und privaten Belange (§ 136 Abs. 4 Satz 3 BauGB), also im Wege einer Abwägung, entscheiden (im Anschluss an BVerwG, Urteil vom 4. März 1999 - 4 C 8.98 - Buchholz 406.11 § 142 BauGB Nr. 5 <juris Rn. 19> und Beschluss vom 24. März 2010 - 4 BN 60.09 - Buchholz 406.11 § 136 BauGB Nr. 7 <juris Rn. 3>). 2. Bei der Beurteilung, ob die Sanierung durchgeführt ist, steht der Gemeinde ein Einschätzungsspielraum zu, der aus ihrer planerischen Gestaltungsfreiheit für das Sanierungskonzept folgt. Ob die Sanierung durchgeführt ist, beurteilt sich daher nach der jeweiligen städtebaulichen Situation, den von der Gemeinde formulierten Sanierungszielen, dem darauf aufbauenden Sanierungskonzept und dem Grad seiner Verwirklichung. Dabei ist auf das Sanierungskonzept der Gemeinde im Zeitpunkt der Aufhebung der Sanierungsverordnung abzustellen. 3. Bei der Prüfung, ob eine Bodenwerterhöhung sanierungsbedingt ist, bedarf es keiner Betrachtung der fiktiven Eigenentwicklung ohne den Erlass der Sanierungsverordnung.
- BVerwG, Beschl. v. 21.03.2019 – 4 BN 38/18ECLI:DE:BVerwG:2019:210319B4BN38.18.0
- BVerwG, Beschl. v. 21.03.2019 – 4 BN 34/18ECLI:DE:BVerwG:2019:210319B4BN34.18.0
- BVerwG, Beschl. v. 21.03.2019 – 4 BN 37/18ECLI:DE:BVerwG:2019:210319B4BN37.18.0
- BVerwG, Beschl. v. 21.03.2019 – 4 BN 35/18ECLI:DE:BVerwG:2019:210319B4BN35.18.0
- BVerwG, Beschl. v. 21.03.2019 – 4 BN 36/18ECLI:DE:BVerwG:2019:210319B4BN36.18.0
- BVerwG, Urt. v. 10.04.2018 – 4 CN 2/17, 4 CN 3/17, 4 CN 4/17, 4 CN 5/17ECLI:DE:BVerwG:2018:100418U4CN2.17.0
Eine förmliche Kosten- und Finanzierungsübersicht im Sinne von § 149 BauGB ist keine zwingende Voraussetzung für eine abwägungsfehlerfreie Beschlussfassung über eine Sanierungssatzung. Auch überschlägige Ermittlungen zu den Kosten der Gesamtmaßnahme und den in Betracht kommenden Finanzierungsmöglichkeiten können ausreichen, um den Anforderungen des sanierungsrechtlichen Abwägungsgebots zu genügen, sofern sich auf ihrer Grundlage die finanzielle Durchführbarkeit der Maßnahme nachvollziehbar prognostizieren lässt.
- BVerwG, Beschl. v. 25.01.2017 – 4 BN 4/16, 4 BN 4/16 (4 CN 4/17)ECLI:DE:BVerwG:2017:250117B4BN4.16.0
- BVerwG, Beschl. v. 25.01.2017 – 4 BN 5/16, 4 BN 5/16 (4 CN 5/17)ECLI:DE:BVerwG:2017:250117B4BN5.16.0
- BVerwG, Beschl. v. 25.01.2017 – 4 BN 2/16, 4 BN 2/16 (4 CN 2/17)ECLI:DE:BVerwG:2017:250117B4BN2.16.0
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