§ 1696 – Abänderung gerichtlicher Entscheidungen und gerichtlich gebilligter Vergleiche
BGB · Bürgerliches Gesetzbuch
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 07.10.2025 – 1 BvR 746/23ECLI:DE:BVerfG:2025:rk20251007.1bvr074623
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 28.08.2025 – 1 BvR 810/25ECLI:DE:BVerfG:2025:rk20250828.1bvr081025
- BGH, Beschl. v. 05.03.2025 – XII ZB 88/24ECLI:DE:BGH:2025:050325BXIIZB88.24.0
1. Sorgerecht und Umgang stellen unterschiedliche Verfahrensgegenstände dar, die nach der eindeutigen gesetzlichen Konzeption in eigenständigen Verfahren zu behandeln und zu entscheiden sind (Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 27. November 2019 - XII ZB 512/18 - FamRZ 2020, 255 Rn. 14 ff. und vom 19. Januar 2022 - XII ZA 12/21 - FamRZ 2022, 601 Rn. 13 mwN). Schon wegen der Verschiedenheit der Verfahrensgegenstände kann eine gerichtlich gebilligte Umgangsregelung einer Sorgerechtsregelung nicht entgegenstehen oder dieser vorgreiflich sein. 2. Zur (hier fehlerhaften) Würdigung von Sachverständigengutachten im Hinblick auf die Erziehungsfähigkeit eines Elternteils.
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 01.07.2024 – 1 BvR 1192/24ECLI:DE:BVerfG:2024:rk20240701.1bvr119224
- BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss v. 17.11.2023 – 1 BvR 1076/23ECLI:DE:BVerfG:2023:rk20231117.1bvr107623
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 05.09.2023 – 1 BvR 1691/22ECLI:DE:BVerfG:2023:rk20230905.1bvr169122
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 27.12.2022 – 1 BvR 1791/22ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20221227.1bvr179122
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 13.07.2022 – 1 BvR 580/22ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20220713.1bvr058022
- BGH, Beschl. v. 19.01.2022 – XII ZA 12/21ECLI:DE:BGH:2022:190122BXIIZA12.21.0
Die Abänderung eines in einem Umgangsrechtsverfahren vereinbarten Wechselmodells kann nur in einem solchen Verfahren und nicht in einem Sorgerechtsverfahren erreicht werden (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 1. Februar 2017 - XII ZB 601/15 -, BGHZ 214, 31 = FamRZ 2017, 532 und vom 27. November 2019 - XII ZB 512/18, FamRZ 2020, 255).
- BGH, Beschl. v. 27.11.2019 – XII ZB 511/18ECLI:DE:BGH:2019:271119BXIIZB511.18.0
Die Abänderung einer Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen Elternteil ist trotz eines auf den Wechsel in den Haushalt des anderen Elternteils gerichteten Kindeswillens nicht gerechtfertigt, wenn der Kindeswille nicht autonom gebildet ist und sonstige Belange des Kindeswohls entgegenstehen.
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