§ 43b – Werbung
BRAO · Bundesrechtsanwaltsordnung
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 07.07.2021 – AnwSt (B) 4/20ECLI:DE:BGH:2021:070721BANWST.B.4.20.0
- BGH, Beschl. v. 25.04.2019 – AnwZ (Brfg) 57/18ECLI:DE:BGH:2019:250419BANWZ.BRFG.57.18.0
- BGH, Urt. v. 02.07.2018 – AnwZ (Brfg) 24/17ECLI:DE:BGH:2018:020718UANWZ.BRFG.24.17.0
- BVerfG, Kammerbeschluss ohne Begründung v. 31.07.2017 – 1 BvR 54/17ECLI:DE:BVerfG:2017:rk20170731.1bvr005417
- BGH, Urt. v. 07.11.2016 – AnwZ (Brfg) 47/15ECLI:DE:BGH:2016:071116UANWZ.BRFG.47.15.0
Zur berufsrechtlichen Zulässigkeit einer mit einem Werbeaufdruck versehenen, im Gerichtssaal getragenen Anwaltsrobe.
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 05.03.2015 – 1 BvR 3362/14ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20150305.1bvr336214
- BGH, Urt. v. 24.07.2014 – I ZR 53/13
Spezialist für Familienrecht 1. Entsprechen die Fähigkeiten eines Rechtsanwalts, der sich als Spezialist auf einem Rechtsgebiet bezeichnet, für das eine Fachanwaltschaft besteht, den an einen Fachanwalt zu stellenden Anforderungen, besteht keine Veranlassung, dem Rechtsanwalt die Führung einer entsprechenden Bezeichnung zu untersagen, selbst wenn beim rechtsuchenden Publikum die Gefahr einer Verwechslung mit der Bezeichnung "Fachanwalt für Familienrecht" besteht. 2. Der sich selbst als Spezialist bezeichnende Rechtsanwalt trägt für die Richtigkeit seiner Selbsteinschätzung die Darlegungs- und Beweislast.
- BGH, Urt. v. 10.07.2014 – I ZR 188/12
- BGH, Beschl. v. 21.01.2014 – AnwZ (Brfg) 67/13
- BGH, Urt. v. 13.11.2013 – I ZR 15/12
Kommanditistenbrief Ein Rechtsanwalt verstößt nicht zwingend gegen das Verbot der Werbung um Praxis (§ 43b BRAO), wenn er einen potentiellen Mandanten in Kenntnis eines konkreten Beratungsbedarfs (hier: Inanspruchnahme als Kommanditist einer Fondsgesellschaft auf Rückzahlung von Ausschüttungen) persönlich anschreibt und seine Dienste anbietet. Ein Verstoß liegt jedenfalls dann nicht vor, wenn der Adressat einerseits durch das Schreiben weder belästigt, genötigt oder überrumpelt wird und er sich andererseits in einer Lage befindet, in der er auf Rechtsrat angewiesen ist und ihm eine an seinem Bedarf ausgerichtete sachliche Werbung hilfreich sein kann (Fortführung von BGH, Urteil vom 1. März 2001, I ZR 300/98, BGHZ 147, 71, 80 - Anwaltswerbung II und BGH, Urteil vom 15. März 2001, I ZR 337/98, WRP 2002, 71, 74 - Anwaltsrundschreiben).
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