§ 73 – Aufgaben des Vorstandes
BRAO · Bundesrechtsanwaltsordnung
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 28.09.2022 – AnwZ (Brfg) 11/22ECLI:DE:BGH:2022:280922BANWZ.BRFG.11.22.0
- BGH, Beschl. v. 30.09.2021 – AnwZ (Brfg) 20/21ECLI:DE:BGH:2021:300921BANWZ.BRFG.20.21.0
- BGH, Beschl. v. 10.09.2020 – AnwZ (Brfg) 21/20ECLI:DE:BGH:2020:100920BANWZ.BRFG.21.20.0
- BGH, Beschl. v. 25.04.2019 – AnwZ (Brfg) 57/18ECLI:DE:BGH:2019:250419BANWZ.BRFG.57.18.0
- BGH, Beschl. v. 20.07.2018 – AnwZ (Brfg) 2/18ECLI:DE:BGH:2018:200718BANWZ.BRFG.2.18.0
- BGH, Beschl. v. 03.04.2018 – AnwZ (Brfg) 2/18ECLI:DE:BGH:2018:030418BANWZ.BRFG.2.18.0
- BGH, Urt. v. 29.01.2018 – AnwZ (Brfg) 32/17ECLI:DE:BGH:2018:290118UANWZ.BRFG.32.17.0
- BGH, Urt. v. 03.07.2017 – AnwZ (Brfg) 45/15ECLI:DE:BGH:2017:030717UANWZ.BRFG.45.15.0
1. Zur Abgrenzung einer einfachen Belehrung beziehungsweise eines präventiven Hinweises von einem belehrenden Hinweis beziehungsweise einer missbilligende Belehrung durch die Rechtsanwaltskammer (Bestätigung und Fortführung der Senatsurteile vom 12. Juli 2012, AnwZ (Brfg) 37/11, BGHZ 194, 79 Rn. 12; vom 27. Oktober 2014, AnwZ (Brfg) 67/13, NJW 2015, 72 Rn. 7 f.; vom 18. Juli 2016, AnwZ (Brfg) 22/15, juris Rn. 10 und vom 7. November 2016, AnwZ (Brfg) 47/15, NJW 2017, 407 Rn. 10, 12). 2. Hat die Rechtsanwaltskammer in Bezug auf ein von einem Rechtsanwalt beabsichtigtes Verhalten eine einfache Belehrung beziehungsweise einen präventiven Hinweis erteilt und damit keinen Verwaltungsakt erlassen, ist eine auf die Feststellung der Rechtmäßigkeit des beabsichtigten Verhaltens gerichtete (vorbeugende) Feststellungsklage des Rechtsanwalts grundsätzlich nur dann zulässig, wenn ein spezielles, besonders schützenswertes, gerade auf die Inanspruchnahme vorbeugenden Rechtsschutzes gerichtetes Interesse besteht und die Verweisung des Rechtsanwalts auf den nachträglichen Rechtsschutz für ihn mit unzumutbaren Nachteilen verbunden wäre (Fortführung von Senatsbeschluss vom 24. Februar 2016, AnwZ (Brfg) 62/15, juris Rn. 7 mwN und Senatsurteil vom 18. Juli 2016, AnwZ (Brfg) 46/13, NJW-RR 2016, 1459 Rn. 13).
- BGH, Beschl. v. 24.02.2016 – AnwZ (Brfg) 62/15ECLI:DE:BGH:2016:240216BANWZBRFG62.15.0
- BGH, Urt. v. 11.01.2016 – AnwZ (Brfg) 42/14ECLI:DE:BGH:2016:110116UANWZBRFG42.14.0
1. Stellungnahmen, die der nach § 56 Abs. 1 BRAO beteiligte Rechtsanwalt in einem ihn betreffenden berufsrechtlichen Aufsichts- und Beschwerdeverfahren gegenüber dem Vorstand der Rechtsanwaltskammer abgibt, sind Bestandteil der über ihn von der Rechtsanwaltskammer geführten Personalakte und unterliegen der Verschwiegenheitspflicht der Vorstandsmitglieder der Rechtsanwaltskammer nach § 76 Abs. 1 BRAO. Ihre Weiterleitung an den Beschwerdeführer bedarf grundsätzlich der Zustimmung des Rechtsanwalts. 2. In dem Schweigen des Rechtsanwalts liegt auch dann keine konkludente Zustimmung zur Weiterleitung seiner Stellungnahme an den Beschwerdeführer, wenn die Rechtsanwaltskammer ihm zuvor mitgeteilt hat, die Zweitschrift seiner Stellungnahme sei grundsätzlich zur Weiterleitung an den Verfasser der Eingabe bestimmt, um ihm Gelegenheit zur abschließenden Äußerung zu geben, soweit seine Stellungnahme ausschließlich nur für den Kammervorstand bestimmt sein solle, müsse er darauf besonders hinweisen.
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