§ 6b – Prüfung und Befugnisse der Behörden der Zollverwaltung
SAFLEISCHWIG · Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BVerfG, Beschl. v. 27.01.2026 – 1 BvR 2637/21ECLI:DE:BVerfG:2026:rs20260127.1bvr263721
Das Verbot des Einsatzes von Arbeitskräften auf Grundlage von Werkverträgen im Bereich der Schlachtung einschließlich der Zerlegung von Schlachtkörpern ist mit der Berufsfreiheit der Unternehmen der auftraggebenden Fleischindustrie vereinbar.
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 30.09.2024 – 1 BvR 2638/21, 1 BvR 2639/21, 1 BvR 2640/21ECLI:DE:BVerfG:2024:rk20240930.1bvr263821
- BFH, Beschl. v. 19.02.2024 – VII B 40/23 (AdV)ECLI:DE:BFH:2024:BA.190224.VIIB40.23.0
1. NV: Der Sinn und Zweck einer Prüfung der Einhaltung der Vorgaben des § 6a des Gesetzes zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft (GSA Fleisch) besteht darin, etwaige Verstöße hiergegen aufzudecken. 2. NV: Die Zollbehörden müssen die Möglichkeit haben, durch die Prüfung überhaupt erst einmal festzustellen, ob es sich bei dem fraglichen Betrieb um einen Betrieb der Fleischwirtschaft handelt. Nur so kann beurteilt werden, inwieweit der Betrieb den Einschränkungen des § 6a GSA Fleisch unterliegt (Bestätigung des Beschlusses des Bundesfinanzhofs vom 10.02.2022 - VII B 85/21, BFHE 275, 482).
- BFH, Beschl. v. 22.09.2022 – VII B 184/21ECLI:DE:BFH:2022:B.220922.VIIB184.21.0
NV: Hat die Zollverwaltung bei einem Unternehmen bereits konkrete Prüfungsmaßnahmen nach §§ 2 ff. SchwarzArbG durchgeführt und wird das Unternehmen in anderem Zusammenhang (hier: Strom- und Energiesteuer sowie Sozialversicherung) als Betrieb der Fleischwirtschaft eingeordnet, kann sich daraus ein Rechtsverhältnis i.S. von § 41 Abs. 1 FGO und ein berechtigtes Interesse ergeben, das zur Zulässigkeit eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 114 FGO führt.
- BFH, Beschl. v. 22.09.2022 – VII B 183/21ECLI:DE:BFH:2022:B.220922.VIIB183.21.0
NV: Hat die Zollverwaltung bereits konkrete Prüfungsmaßnahmen durchgeführt, um festzustellen, ob ein Unternehmen ein Betrieb der Fleischwirtschaft i.S. von § 6 Abs. 9 AEntG ist, kann sich daraus ein Rechtsverhältnis i.S. von § 41 Abs. 1 FGO und ein berechtigtes Interesse ergeben, das zur Zulässigkeit eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 114 FGO führt.
- BFH, Beschl. v. 10.02.2022 – VII B 85/21ECLI:DE:BFH:2022:B.100222.VIIB85.21.0
1. Für Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Einordnung eines Unternehmens als Betrieb der Fleischwirtschaft und diesbezüglichen eventuellen Prüfungsmaßnahmen der Zollverwaltung ist der Finanzrechtsweg gemäß § 33 Abs. 1 Nr. 4 FGO i.V.m. § 23 SchwarzArbG, § 6b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 GSA Fleisch eröffnet. 2. Einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung mit dem Ziel festzustellen, dass es sich bei der Antragstellerin nicht um einen Betrieb der Fleischwirtschaft i.S. des § 6 Abs. 9 AEntG handelt, fehlt das Rechtsschutzbedürfnis.
- BVerfG, Ablehnung einstweilige Anordnung v. 25.01.2021 – 1 BvR 2888/20ECLI:DE:BVerfG:2021:rk20210125.1bvr288820
- BVerfG, Ablehnung einstweilige Anordnung v. 29.12.2020 – 1 BvQ 152/20, 1 BvQ 153/20, 1 BvQ 154/20, 1 BvQ 155/20, 1 BvQ 156/20, 1 BvQ 157/20ECLI:DE:BVerfG:2020:qk20201229.1bvq015220
- BVerfG, Ablehnung einstweilige Anordnung v. 29.12.2020 – 1 BvQ 152/20, 1 BvQ 153/20, 1 BvQ 154/20, 1 BvQ 155/20, 1 BvQ 156/20, 1 BvQ 157/20ECLI:DE:BVerfG:2020:qk20201229.1bvq015220
- BVerfG, Ablehnung einstweilige Anordnung v. 29.12.2020 – 1 BvQ 165/20, 1 BvQ 166/20, 1 BvQ 167/20ECLI:DE:BVerfG:2020:qk20201229.1bvq016520
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