§ 30 – Versuch der Beteiligung
STGB · Strafgesetzbuch
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Urt. v. 09.04.2026 – 5 StR 635/25ECLI:DE:BGH:2026:090426U5STR635.25.0
- BGH, Beschl. v. 17.02.2026 – 3 StR 517/25ECLI:DE:BGH:2026:170226B3STR517.25.0
- BGH, Beschl. v. 17.12.2025 – 5 StR 537/25ECLI:DE:BGH:2025:171225B5STR537.25.0
- BGH, Beschl. v. 24.09.2025 – 4 StR 205/25ECLI:DE:BGH:2025:240925B4STR205.25.0
1. Der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern nach § 176a Abs. 2 Nr. 1 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a StGB) ist eine Qualifikation des § 176 Abs. 1 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176 Abs. 1 Nr. 1 StGB) und setzt damit wie dieser voraus, dass der Täter selbst das Kind körperlich berührt. Beide Tatbestände regeln eigenhändige Delikte und können danach weder in Mittäterschaft begangen noch nach § 30 Abs. 2 Var. 3 Alt. 1 StGB verabredet werden. 2. Die Möglichkeit einer Verabredung des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes kann auch nicht deshalb angenommen werden, weil § 176a Abs. 2 Nr. 2 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176c Abs. 1 Nr. 3 StGB) die gemeinschaftliche Begehung der Tat sanktioniert. Eine mittäterschaftliche Zurechnung gemäß § 25 Abs. 2 StGB ist auch hier nicht möglich, noch zur Erfüllung des Tatbestands überhaupt erforderlich.
- BGH, Beschl. v. 24.06.2025 – 6 StR 226/25ECLI:DE:BGH:2025:240625B6STR226.25.0
- BGH, Urt. v. 28.11.2024 – 3 StR 219/24ECLI:DE:BGH:2024:281124U3STR219.24.0
- BGH, Beschl. v. 05.11.2024 – 5 StR 525/24ECLI:DE:BGH:2024:051124B5STR525.24.0
- BGH, Beschl. v. 28.08.2024 – 2 StR 106/24ECLI:DE:BGH:2024:280824B2STR106.24.0
- BGH, Beschl. v. 22.08.2024 – 6 StR 358/24ECLI:DE:BGH:2024:220824B6STR358.24.0
- BGH, Beschl. v. 04.07.2024 – 5 StR 280/24ECLI:DE:BGH:2024:040724B5STR280.24.0
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