§ 31 – Rücktritt vom Versuch der Beteiligung
STGB · Strafgesetzbuch
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 17.02.2026 – 3 StR 517/25ECLI:DE:BGH:2026:170226B3STR517.25.0
- BGH, Beschl. v. 24.09.2025 – 4 StR 205/25ECLI:DE:BGH:2025:240925B4STR205.25.0
1. Der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern nach § 176a Abs. 2 Nr. 1 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a StGB) ist eine Qualifikation des § 176 Abs. 1 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176 Abs. 1 Nr. 1 StGB) und setzt damit wie dieser voraus, dass der Täter selbst das Kind körperlich berührt. Beide Tatbestände regeln eigenhändige Delikte und können danach weder in Mittäterschaft begangen noch nach § 30 Abs. 2 Var. 3 Alt. 1 StGB verabredet werden. 2. Die Möglichkeit einer Verabredung des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes kann auch nicht deshalb angenommen werden, weil § 176a Abs. 2 Nr. 2 StGB (in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2020, BGBl. I S. 2600; jetzt: § 176c Abs. 1 Nr. 3 StGB) die gemeinschaftliche Begehung der Tat sanktioniert. Eine mittäterschaftliche Zurechnung gemäß § 25 Abs. 2 StGB ist auch hier nicht möglich, noch zur Erfüllung des Tatbestands überhaupt erforderlich.
- BGH, Urt. v. 07.02.2024 – 6 StR 346/23ECLI:DE:BGH:2024:070224U6STR346.23.0
- BGH, Beschl. v. 23.08.2023 – StB 51/23ECLI:DE:BGH:2023:230823BSTB51.23.0
- BGH, Beschl. v. 01.08.2019 – 5 StR 185/19ECLI:DE:BGH:2019:010819B5STR185.19.0
- BGH, Beschl. v. 07.09.2016 – 1 StR 202/16ECLI:DE:BGH:2016:070916B1STR202.16.0
- BGH, Beschl. v. 17.12.2014 – StB 10/14
- BGH, Beschl. v. 16.03.2011 – 5 StR 581/10
Internetchat und Verbrechensverabredung .
- BGH, Beschl. v. 13.01.2010 – 5 StR 506/09
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