§ 6 – Auslandstaten gegen international geschützte Rechtsgüter
STGB · Strafgesetzbuch
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Urt. v. 06.11.2025 – 4 StR 83/25ECLI:DE:BGH:2025:061125U4STR83.25.0
- BGH, Beschl. v. 05.03.2025 – 3 StR 399/24ECLI:DE:BGH:2025:050325B3STR399.24.0
Der Begriff der Betäubungsmittel in § 6 Nr. 5 StGB umfasst auch nach Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes die Rauschmittel Cannabis und Marihuana.
- BGH, Beschl. v. 10.07.2024 – 1 StR 70/24ECLI:DE:BGH:2024:100724B1STR70.24.0
- BGH, Beschl. v. 21.05.2024 – 5 StR 469/23ECLI:DE:BGH:2024:210524B5STR469.23.0
- BGH, Beschl. v. 13.02.2024 – 5 StR 469/23ECLI:DE:BGH:2024:130224B5STR469.23.0
- BGH, Beschl. v. 26.10.2023 – 2 StR 310/23ECLI:DE:BGH:2023:261023B2STR310.23.0
- BGH, Urt. v. 22.03.2023 – 1 StR 335/22ECLI:DE:BGH:2023:220323U1STR335.22.0
1. Das innerstaatliche Strafanwendungsrecht umfasst im Falle des unbefugten Vertriebs von Betäubungsmitteln i.S.d. § 6 Nr. 5 StGB unabhängig vom Recht des Tatorts auch die erweiterte Einziehung von Taterträgen und deren Werts gemäß §§ 73, 73a, 73c StGB aus Auslandstaten. 2. Die erweiterte Einziehung von Taterträgen und deren Wert gemäß §§ 73, 73a, 73c StGB aus Auslandstaten setzt nicht voraus, dass sich die Auslieferung des Angeklagten auf die „anderen rechtswidrigen Taten“ i.S.d. § 73a Abs. 1 StGB erstreckt, die den Anknüpfungspunkt für die erweiterte Einziehung darstellen.
- BGH, Urt. v. 22.06.2022 – 5 StR 9/22ECLI:DE:BGH:2022:220622U5STR9.22.0
- BGH, Urt. v. 07.11.2016 – 2 StR 96/14ECLI:DE:BGH:2016:071116U2STR96.14.0
1. Eine Einschränkung des Weltrechtsprinzips für Taten des "Vertriebs von Betäubungsmitteln" lässt sich § 6 Nr. 5 StGB nicht entnehmen. 2. Die Beschränkung des Anwendungsbereichs von § 6 Nr. 5 StGB kann aus völkerrechtlicher Sicht mit Blick auf den Nichteinmischungsgrundsatz geboten sein.
- BGH, Beschl. v. 16.12.2015 – 1 ARs 10/15
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