§ 256 – Verlesung der Erklärungen von Behörden und Sachverständigen
STPO · Strafprozeßordnung
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 23.03.2026 – 4 StR 457/25ECLI:DE:BGH:2026:230326B4STR457.25.0
- BGH, Beschl. v. 29.10.2024 – 1 StR 49/24ECLI:DE:BGH:2024:291024B1STR49.24.0
- BGH, Beschl. v. 13.08.2024 – 5 StR 313/24ECLI:DE:BGH:2024:130824B5STR313.24.0
- BGH, Beschl. v. 20.03.2024 – 3 StR 454/22ECLI:DE:BGH:2024:200324B3STR454.22.0
1. Berichte, die Organe oder Einrichtungen der Vereinten Nationen zu Beweiszwecken für behördliche oder gerichtliche Verfahren verfasst haben, unterfallen dem Anwendungsbereich des § 250 Satz 2 StPO. Nach § 256 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a StPO können sie gleichwohl in zulässiger Durchbrechung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes verlesen und damit verwertet werden. 2. Die allgemeine Funktionsträgerimmunität findet ihre Grenze in völkerrechtlichen Verbrechen unabhängig vom Status und Rang des Täters. Dies gilt für Taten, deren Strafbarkeit unmittelbar im allgemeinen Völkergewohnheitsrecht verwurzelt ist. Dazu zählen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, so wie diese Delikte als gewohnheitsrechtlich verfestigter Bestand des Völkerstrafrechts in den Strafvorschriften des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs und dementsprechend im Völkerstrafgesetzbuch festgeschrieben sind.
- BGH, Beschl. v. 04.04.2023 – 3 StR 68/22ECLI:DE:BGH:2023:040423B3STR68.22.0
- BGH, Urt. v. 22.03.2023 – 6 StR 398/22ECLI:DE:BGH:2023:220323U6STR398.22.0
- BGH, Beschl. v. 28.02.2023 – 5 StR 481/22ECLI:DE:BGH:2023:280223B5STR481.22.0
- BGH, Urt. v. 10.03.2021 – 6 StR 285/20ECLI:DE:BGH:2021:100321U6STR285.20.0
- BGH, Beschl. v. 03.09.2019 – 3 StR 291/19ECLI:DE:BGH:2019:030919B3STR291.19.0
- BGH, Beschl. v. 07.08.2019 – 1 StR 57/19ECLI:DE:BGH:2019:070819B1STR57.19.0
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