§ 1 – Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen
VWREHAG · Gesetz über die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im Beitrittsgebiet und die daran anknüpfenden Folgeansprüche
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BVerwG, Beschl. v. 17.12.2025 – 8 B 5.25, 8 B 5.25 (8 C 11.25)ECLI:DE:BVerwG:2025:171225B8B5.25.0
- BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss v. 30.06.2025 – 1 BvR 2136/24ECLI:DE:BVerfG:2025:rk20250630.1bvr213624
- BVerwG, Beschl. v. 28.06.2024 – 8 B 22/23ECLI:DE:BVerwG:2024:280624B8B22.23.0
- BVerwG, Urt. v. 27.03.2024 – 8 C 6/23ECLI:DE:BVerwG:2024:270324U8C6.23.0
Ein Willkürakt im Einzelfall im Sinne des § 1 Abs. 2 VwRehaG setzt voraus, dass eine Maßnahme von der Tendenz und Absicht getragen ist, ihre Adressaten bewusst zu benachteiligen (Bestätigung der Rechtsprechung vgl. BVerwG, Urteile vom 23. August 2001 - 3 C 39.00 - Buchholz 428.6 § 1 VwRehaG Nr. 3 S. 9 und vom 24. Juli 2019 - 8 C 1.19 - BVerwGE 166, 200 Rn. 18; Beschluss vom 25. Juli 2000 - 3 B 7.00 - Buchholz 115 Sonstiges Wiedervereinigungsrecht Nr. 32). Die Benachteiligung muss dabei gegenüber vergleichbaren Personen erfolgen.
- BVerwG, Urt. v. 14.12.2023 – 8 C 9/22ECLI:DE:BVerwG:2023:141223U8C9.22.0
Der Anspruch nach § 1a Abs. 2 Satz 1 VwRehaG setzt voraus, dass die Zersetzungsmaßnahme im Beitrittsgebiet erging und dort Wirkung entfaltete. Daran fehlt es bei Bedrohungen und diffamierenden Erklärungen, die außerhalb des Beitrittsgebiets übermittelt wurden und sich nur dort auf den persönlichen Lebensbereich des Betroffenen auswirkten.
- BVerwG, Urt. v. 19.10.2023 – 8 C 6/22ECLI:DE:BVerwG:2023:191023U8C6.22.0
§ 1 Abs. 1 Satz 1 VwRehaG ist auf Annahmen an Kindes statt nach DDR-Recht mit der Maßgabe anwendbar, dass an die Stelle der Aufhebung der Maßnahme die Feststellung ihrer Rechtsstaatswidrigkeit tritt.
- BVerwG, Beschl. v. 19.10.2022 – 8 B 13/22, 8 B 13/22 (8 C 9/22)ECLI:DE:BVerwG:2022:191022B8B13.22.0
- BVerwG, Urt. v. 19.10.2022 – 8 C 15/21ECLI:DE:BVerwG:2022:191022U8C15.21.0
Eingriffe in die körperliche Bewegungsfreiheit durch Sicherheitsbehörden der DDR sind grundsätzlich nicht als systembedingte Nachteile dem allgemeinen Schicksal der Bevölkerung der DDR zuzurechnen, auch wenn die Freiheitsbeschränkungen nicht von längerer Dauer waren. Sie unterliegen nach § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 i. V. m. Abs. 5 VwRehaG bei Vorliegen der weiteren gesetzlichen Voraussetzungen der verwaltungsrechtlichen Rehabilitierung.
- BVerwG, Beschl. v. 30.06.2022 – 8 B 47/21, 8 B 47/21 (8 C 6/22)ECLI:DE:BVerwG:2022:300622B8B47.21.0
- BVerwG, Beschl. v. 20.12.2021 – 8 B 22/21, 8 B 22/21 (8 C 15/21)ECLI:DE:BVerwG:2021:201221B8B22.21.0
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