Wie die Kommission in ihrer Mitteilung vom 18. April 2023 mit dem Titel „Schließung der Fachkräftelücke im Cybersicherheitsbereich zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, des Wachstums und der Resilienz in der EU (‚Akademie für Cybersicherheitskompetenzen‘)“ über die Akademie für Cybersicherheitskompetenzen festgestellt hat, ist die Union mit einem Fachkräftemangel konfrontiert, der durch einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und eine sich schnell entwickelnde Bedrohungslage gekennzeichnet ist. Bildungsressourcen und die Formen formaler Ausbildungen variieren und Wissen kann auf unterschiedliche Weise erworben werden: formal, etwa an Hochschulen oder mit Kursen, oder nicht-formal, beispielsweise durch das Lernen am Arbeitsplatz oder eine lange Berufserfahrung in dem einschlägigen Bereich. Deshalb muss die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, der Kommission, der gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 errichteten Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) und Interessenträgern unter anderem aus der Privatwirtschaft und der Wissenschaft im Wege des Aufbaus öffentlich-privater Partnerschaften, der Unterstützung von Forschungs- und Innovationsinitiativen, der Ausarbeitung und gegenseitigen Anerkennung von gemeinsamen Normen und der Zertifizierung von Cybersicherheitskompetenzen etwa mittels des europäischen Rahmens für Cybersicherheitskompetenzen intensiviert werden, sodass hochwertige verwaltete Sicherheitsdienste einfacher eingerichtet werden können und ein besserer Überblick über die Zusammensetzung des Arbeitskräfteangebots der Union im Bereich Cybersicherheit erlangt wird. Diese Zusammenarbeit würde außerdem die Mobilität von Fachkräften im Bereich Cybersicherheit innerhalb der Union sowie die Aufnahme von Kenntnissen und Schulungen in diesem Bereich in Bildungsprogramme fördern und den Zugang junger Menschen, darunter auch Menschen, die in benachteiligten Regionen wie Inseln, dünn besiedelten, ländlichen und entlegenen Gegenden leben, zu Ausbildungen und Praktika sicherstellen. Es ist wichtig, dass diese Zusammenarbeit darauf ausgerichtet ist, mehr Frauen und Mädchen für diesen Bereich zu gewinnen, und einen Beitrag zur Beseitigung des Geschlechtergefälles in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik leisten, und die Privatwirtschaft muss sich darum bemühen, eine Ausbildung am Arbeitsplatz anzubieten, die sich auf die am stärksten gefragten Kompetenzen konzentriert und in die sowohl die öffentliche Verwaltung als auch Start-ups und KMU, einschließlich Kleinstunternehmen, einbezogen werden. Zudem ist es wichtig, dass die Anbieter und die Mitgliedstaaten zusammenarbeiten und zur Erhebung von Daten zur Lage und zur Entwicklung des Cybersicherheits-Arbeitsmarkts beitragen.
Quelle: © Europäische Union, https://eur-lex.europa.eu · konsolidierte Fassung, Stand: 15.01.2025
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