§ 91
BVERFGG · Gesetz über das Bundesverfassungsgericht
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 17.02.2025 – 2 BvR 490/18ECLI:DE:BVerfG:2025:rk20250217.2bvr049018
- BVerfG, Ablehnung einstweilige Anordnung v. 21.05.2021 – 2 BvQ 43/21ECLI:DE:BVerfG:2021:qk20210521.2bvq004321
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 15.12.2020 – 1 BvR 1395/19ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20201215.1bvr139519
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 02.12.2020 – 2 BvR 865/15ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20201202.2bvr086515
- BVerfG, Beschl. v. 07.07.2020 – 2 BvR 696/12ECLI:DE:BVerfG:2020:rs20200707.2bvr069612
1. Art. 28 Abs. 2 GG wird durch das Durchgriffsverbot des Art. 84 Abs. 1 Satz 7 GG näher ausgestaltet. Es untersagt dem Bund, den Kommunen neue Aufgaben zu übertragen. 2. Ein Fall des Art. 84 Abs. 1 Satz 7 GG liegt vor, wenn ein Bundesgesetz den Kommunen erstmals eine bestimmte Aufgabe zuweist oder eine damit funktional äquivalente Erweiterung einer bundesgesetzlich bereits zugewiesenen Aufgabe vornimmt. 3. Eine Anpassung bundesgesetzlich bereits zugewiesener Aufgaben an veränderte ökonomische und soziale Umstände ist nach Art. 125a Abs. 1 Satz 1 GG zulässig.
- BVerfG, Urt. v. 21.11.2017 – 2 BvR 2177/16ECLI:DE:BVerfG:2017:rs20171121.2bvr217716
1. Zu den für die Länder zwingenden Vorgaben des Grundgesetzes gehört Art. 28 Abs. 2 GG. Das Landesrecht darf daher keine Regelungen enthalten, die mit Art. 28 Abs. 2 GG nicht vereinbar sind . 2. Der Grundsatz der Subsidiarität der Kommunalverfassungsbeschwerde nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 4b GG, § 91 BVerfGG findet keine Anwendung, wenn die landesverfassungsrechtliche Garantie der kommunalen Selbstverwaltung hinter dem Gewährleistungsniveau des Art. 28 Abs. 2 GG zurückbleibt . 3. Zu den grundlegenden Strukturelementen von Art. 28 Abs. 2 GG gehört die Eigenständigkeit der Gemeinden auch und gerade gegenüber den Landkreisen. 4. Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG konstituiert ein Regel-Ausnahme-Verhältnis, wonach der Gesetzgeber den Gemeinden örtliche Aufgaben nur aus Gründen des Gemeinwohls entziehen darf. Das bloße Ziel der Verwaltungsvereinfachung oder der Zuständigkeitskonzentration scheidet als Rechtfertigung eines Aufgabenentzugs aus. Gründe der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der öffentlichen Verwaltung rechtfertigen eine Hochzonung erst, wenn ein Belassen der Aufgabe bei den Gemeinden zu einem unverhältnismäßigen Kostenanstieg führen würde .
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 22.08.2016 – 2 BvR 2953/14ECLI:DE:BVerfG:2016:rk20160822.2bvr295314
- BVerfG, Ablehnung einstweilige Anordnung v. 04.03.2014 – 2 BvL 2/13ECLI:DE:BVerfG:2014:lk20140304.2bvl000213
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 14.10.2013 – 2 BvR 1961/13, 2 BvR 1962/13, 2 BvR 1976/13ECLI:DE:BVerfG:2013:rk20131014.2bvr196113
- BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 06.12.2011 – 2 BvR 1470/11ECLI:DE:BVerfG:2011:rk20111206.2bvr147011
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