§ 9 – Industriegebiete
BAUNVO · Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- Die normative Zweckbestimmung eines Industriegebiets (§ 9 Abs. 1 BauNVO) wird verfehlt, wenn Gewerbebetriebe ab einem gewissen Störgrad im gesamten Plangebiet durch die Festsetzung von Lärmemissionskontingenten ausgeschlossen werden (wie BVerwG, Beschl. v. 7. März 2019 - 4 BN 45.18 - und Urt. v. 18. Februar 2021 - 4 CN 5.19 -).
Die normative Zweckbestimmung eines Industriegebiets (§ 9 Abs. 1 BauNVO) wird verfehlt, wenn Gewerbebetriebe ab einem gewissen Störgrad im gesamten Plangebiet durch die Festsetzung von Lärmemissionskontingenten ausgeschlossen werden (wie BVerwG, Beschl. v. 7. März 2019 - 4 BN 45.18 - und Urt. v. 18. Februar 2021 - 4 CN 5.19 -).
- BVerwG, Beschl. v. 23.08.2021 – 4 BN 10/21ECLI:DE:BVerwG:2021:230821B4BN10.21.0
- BVerwG, Urt. v. 18.02.2021 – 4 CN 5/19ECLI:DE:BVerwG:2021:180221U4CN5.19.0
Die Lärmemissionskontingentierung eines Industriegebiets ist von § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 BauNVO nur gedeckt, wenn ein Teilgebiet von einer Emissionsbeschränkung ausgenommen wird (Bestätigung von BVerwG, Beschluss vom 7. März 2019 - 4 BN 45.18).
- BVerwG, Beschl. v. 07.03.2019 – 4 BN 45/18ECLI:DE:BVerwG:2019:070319B4BN45.18.0
Wird ein durch Bebauungsplan ausgewiesenes Industriegebiet in Teilgebiete mit verschieden hohen Emissionskontingenten gegliedert, ist die Gliederung nur von § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 BauNVO gedeckt, wenn ein Teilgebiet von einer Emissionsbeschränkung ausgenommen wird.
- BVerwG, Beschl. v. 16.08.2017 – 4 B 18/17ECLI:DE:BVerwG:2017:160817B4B18.17.0
- BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss v. 09.05.2016 – 1 BvR 2202/13ECLI:DE:BVerfG:2016:rk20160509.1bvr220213
- BVerwG, Beschl. v. 02.10.2013 – 4 BN 10/13
- BVerwG, Urt. v. 18.11.2010 – 4 C 10/09
1. Die in § 9 Abs. 3 BauNVO bezeichneten, ausnahmsweise zulassungsfähigen Nutzungsarten sind nur dann ohne Weiteres gebietsverträglich, wenn sie nicht störempfindlich sind und deshalb mit dem Hauptzweck des Industriegebiets nicht in Konflikt geraten können. 2. Die in den Glaubensvorstellungen wurzelnden Belange privatrechtlich organisierter Kirchen und Religionsgesellschaften können Gründe des Wohls der Allgemeinheit im Sinne des § 31 Abs. 2 Nr. 1 BauGB sein, die eine Befreiung erfordern.
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