§ 111b – Beschlagnahme zur Sicherung der Einziehung oder Unbrauchbarmachung
STPO · Strafprozeßordnung
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Urt. v. 18.08.2021 – 5 StR 39/21ECLI:DE:BGH:2021:180821U5STR39.21.0
- BGH, Beschl. v. 09.03.2021 – 6 StR 48/21ECLI:DE:BGH:2021:090321B6STR48.21.0
- BGH, Beschl. v. 23.06.2020 – StB 17/20ECLI:DE:BGH:2020:230620BSTB17.20.0
- BGH, Beschl. v. 07.04.2020 – StB 8/20ECLI:DE:BGH:2020:070420BSTB8.20.0
- BGH, Beschl. v. 12.12.2019 – 5 StR 464/19ECLI:DE:BGH:2019:121219B5STR464.19.0
- BGH, Urt. v. 08.11.2018 – III ZR 191/17ECLI:DE:BGH:2018:081118UIIIZR191.17.0
1. Bei einem dinglichen Arrest nach § 111b Abs. 2, 5 StPO in der Fassung vom 17. Juli 2015 ist der Gegenstandswert für eine zusätzliche Verfahrensgebühr nach Nr. 4142 VV RVG in der Fassung vom 5. Juni 2017 ausgehend von dem zu sichernden Anspruch gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 und 2 RVG in Verbindung mit § 53 Abs. 1 Nr. 1 GKG, § 3 ZPO zu schätzen. Maßgebend ist dabei das wirtschaftliche Interesse des Betroffenen an der Abwehr der Arrestforderung, wobei die konkrete wirtschaftliche Situation in den Blick zu nehmen ist. Beträge, deren Durchsetzbarkeit nicht ernstlich in Betracht kommt und die deshalb eher fiktiven Charakter haben, bleiben unberücksichtigt. 2. Das für die Wertberechnung gemäß § 2 Abs. 1 RVG maßgebliche Interesse des Betroffenen an der Abwehr des Arrests geht nicht weiter, als Vermögenswerte vorhanden sind, auf die im Wege der Arrestvollziehung zugegriffen werden kann. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt, zu dem der Anwalt - gegebenenfalls auch nur beratend - tätig wird.
- BGH, Beschl. v. 24.11.2016 – III ZR 209/15ECLI:DE:BGH:2016:241116BIIIZR209.15.0
- BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss v. 17.04.2015 – 2 BvR 1986/14ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20150417.2bvr198614
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