1.Bodensanierungstechniken für die In- oder Ex-situ-Bodensanierung: a) Physikalische Bodensanierungstechniken: i) Bodenluftabsaugung, Lufteinblasung in das Grundwasser; ii) thermische Behandlung, Dampfinjektion, thermische Desorption, Verglasung; iii) Bodenwäsche und Bodenspülung; iv) Entnahme von Flüssigkeitsschichtphasen; b) Biologische Bodensanierungstechniken: i) Stimulierung des aeroben oder anaeroben Abbaus: biologische Sanierung, Biostimulation, Bioaugmentation, Biologische Sanierung der wasserungesättigten Bodenzone durch Belüftung; Biologische Sanierung der wassergesättigten Bodenzone durch Lufteinblasen; ii) Phytoextraktion, Phytovolatilisation, Phytodegradation; iii) Kompostierung, Bodenverbesserungsmittel, ex-situ Bodenmieten und Bioreaktorsysteme; iv) Biofiltration, biologische Behandlung von Feuchtgebieten, Biobeete; v) überwachte natürliche Schadstoffminderung; c) Chemische Sanierungstechniken: i) chemische Oxidation; ii) chemische Reduktion und Reduktions-Oxidations-Reaktionen (Redoxreaktionen); iii) Entnahme und chemische Behandlung von Grundwasser; iv) Sanierungstechniken zur Verminderung der Übertragung von Kontaminanten durch Isolation, Umschließung und Überwachung: 1. Oberflächenabdichtung, Reaktionswände, Einkapselung; 2. chemische Stabilisierung, Verfestigung und Immobilisierung; 3. geohydrologische Isolation und Umschließung; 4. Phytostabilisierung; 5. Kontrolle und Nachsorge durch Überwachungsbrunnen.
2.Maßnahmen der Risikoverringerung, um die Exposition zu verringern, bei denen es sich nicht um Bodensanierung handelt: a) Beschränkungen von Anbau und Verzehr von Kulturpflanzen und Gemüse; b) Beschränkungen des Verzehrs von Eiern; c) Beschränkungen des Zugangs für Heimtiere oder Vieh; d) Beschränkungen der Entnahme oder Verwendung von Grundwasser für Trinkwasser, Körperpflege oder Industrie; e) Beschränkungen von Abriss, Entsiegelung oder Bau am Standort (z. B. bauliche Maßnahmen für Belüftung, Abdichtung usw.); f) Beschränkungen des Zugangs zum Standort (z. B. durch Einzäunung) oder zu Gebieten, die diesen Standort umgeben; g) Beschränkungen von Landnutzung oder Landnutzungsänderungen; h) Beschränkungen von Grabungen, Bohrungen oder Aushub; i) Vermeidung des Kontakts mit Boden, Staub oder Raumluft und Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit (z. B. Atemschutzgeräte, Handschuhe, Nassreinigung usw.).
3.Beste verfügbare Techniken gemäß der Richtlinie 2010/75/EU
4.Maßnahmen durch die zuständigen Behörden und Industrieunternehmen nach schweren Unfällen gemäß der Richtlinie 2012/18/EU
Quelle: © Europäische Union, https://eur-lex.europa.eu · konsolidierte Fassung, Stand: 26.11.2025
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