§ 278 – Persönliche Anhörung des Betroffenen
FAMFG · Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit
Quelle: Gesetze im Internet (www.gesetze-im-internet.de), gemeinfrei gem. § 5 UrhG · aktuelle Fassung
Zitierende Gerichtsentscheidungen
- BGH, Beschl. v. 11.03.2026 – XII ZB 450/25ECLI:DE:BGH:2026:110326BXIIZB450.25.0
- BGH, Beschl. v. 17.12.2025 – XII ZB 432/25ECLI:DE:BGH:2025:171225BXIIZB432.25.0
- BGH, Beschl. v. 29.10.2025 – XII ZB 266/25ECLI:DE:BGH:2025:291025BXIIZB266.25.0
- BGH, Beschl. v. 13.08.2025 – XII ZB 616/24ECLI:DE:BGH:2025:130825BXIIZB616.24.0
- BGH, Beschl. v. 13.08.2025 – XII ZB 140/25ECLI:DE:BGH:2025:130825BXIIZB140.25.0
1. Aus der zum 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Neufassung der Vorschrift des § 278 Abs. 2 Satz 3 FamFG folgt keine Anwesenheitspflicht des Verfahrenspflegers im Termin zur persönlichen Anhörung des Betroffenen eines Betreuungsverfahrens. 2. Hat das Gericht den Verfahrenspfleger von der beabsichtigten Anhörung des Betroffenen in Kenntnis gesetzt und ihm Gelegenheit gegeben, an dem Anhörungstermin teilzunehmen, ist die Anhörung nicht deswegen verfahrensfehlerhaft, weil der Verfahrenspfleger von einer Teilnahme an diesem Termin abgesehen hat.
- BGH, Beschl. v. 16.04.2025 – XII ZB 290/24ECLI:DE:BGH:2025:160425BXIIZB290.24.0
Im Verfahren über die Aufhebung einer Betreuung ist eine persönliche Anhörung des Betroffenen grundsätzlich unverzichtbar, wenn sich das Gericht zur Einholung eines neuen Sachverständigengutachtens entschließt und dieses Gutachten als Tatsachengrundlage für seine Entscheidung heranziehen will (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 12. Januar 2022 - XII ZB 442/21, FamRZ 2022, 982).
- BGH, Beschl. v. 12.02.2025 – XII ZB 128/24ECLI:DE:BGH:2025:120225BXIIZB128.24.0
1. Wechselt der gewöhnliche Aufenthalt des die deutsche Sta atsangehörigkeit besitzenden Betroffenen während des Betreuungsverfahrens von Deutschland in einen Nichtvertragsstaat des Haager Erwachsenenschutzübereinkommens, ergibt sich die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte jedenfalls aus § 104 FamFG. 2. Auch nach dem Aufenthaltswechsel findet in diesem Fall auf die Anordnung der Betreuung deutsches Recht als lex fori Anwendung. 3. Das Betreuungsgericht darf das Verfahren nicht allein deswegen einstellen, weil der Betroffene eine Anhörung im Wege der Rechtshilfe verweigert und im Ausland keine Möglichkeit von dessen notfalls zwangsweiser Vorführung besteht. Vielmehr hat es zur Wahrung eines effektiven Erwachsenenschutzes auf Grundlage der im Übrigen umfassenden Aufklärung zu entscheiden, ob und ggf. in welchem Umfang es einer rechtlichen Betreuung für den Betroffenen bedarf.
- BGH, Beschl. v. 18.12.2024 – XII ZB 296/23ECLI:DE:BGH:2024:181224BXIIZB296.23.0
- BGH, Beschl. v. 11.12.2024 – XII ZB 251/24ECLI:DE:BGH:2024:111224BXIIZB251.24.0
- BGH, Beschl. v. 23.10.2024 – XII ZB 318/24ECLI:DE:BGH:2024:231024BXIIZB318.24.0
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